Konstruktionsleistung als eigenständiger Auftrag
Konstruktive Kapazität zukaufen, ohne die Fertigung zu vergeben: CAD-IS übernimmt die Betriebsmittelkonstruktion als eigenständige Leistung. Konstruiert werden Vorrichtungen, Lehren und Prüfmittel, geliefert werden 3D-Modell, Fertigungszeichnung und Stückliste. Das Ergebnis dient als Basis für die eigene Fertigung, die externe Vergabe oder die Weiterentwicklung im Haus. Grundlage ist die Konstruktionserfahrung aus dem eigenen Betriebsmittelbau seit 1999.
Konstruktion ohne Fertigung
Sie erhalten die komplette Konstruktionsdokumentation, ohne eine Fertigung beauftragen zu müssen. Sinnvoll für Unternehmen mit eigener Fertigung, bestehendem Lieferantennetzwerk oder ausgelasteter Konstruktionsabteilung.
Erfahrung aus dem Vorrichtungsbau
Wir konstruieren, was wir selbst fertigen. Diese Rückkopplung führt zu fertigungsgerechten Lösungen: erreichbare Toleranzen, sinnvolle Spannkonzepte, verfügbare Normteile und wartbare Bauformen.
Vollständige Dokumentation
3D-Modell in STEP oder IGES, bemaßte Fertigungszeichnung mit Toleranzen und Oberflächenangaben sowie eine Stückliste aller Eigenteile, Kaufteile und Normteile.
Was umfasst die Konstruktionsleistung?
Die Betriebsmittelkonstruktion beginnt mit der technischen Abstimmung und endet mit einem vollständigen Dokumentenpaket, das ohne Rückfragen in die Fertigung gehen kann. Sie entscheiden, ob die Konstruktion bei uns gefertigt wird oder ob Sie die Unterlagen frei verwenden.
3D-CAD-Modell
Parametrisches 3D-Modell der Vorrichtung oder Lehre als STEP-Datei (universell) oder in einem vereinbarten CAD-Format. Verwendbar in allen gängigen CAD-Systemen.
Fertigungszeichnung
Vollständig bemaßte Fertigungszeichnung mit Toleranzen, Oberflächenangaben, Werkstoff und Normteilreferenzen, bereit für die direkte Vergabe an jeden Fertigungsbetrieb.
Stückliste
Vollständige Stückliste aller Eigenteile, Kaufteile und Normteile mit Bezeichnung, Werkstoff und Menge. Direkt nutzbar für Einkauf und Arbeitsvorbereitung.
Optional: Fertigung
Wenn die Konstruktion direkt bei CAD-IS gefertigt werden soll: nahtloser Übergang ohne erneute Abstimmung. Konstrukteur und Fertigung unter einem Dach.
Was Betriebsmittelkonstruktion umfasst
Betriebsmittelkonstruktion ist der Oberbegriff für die Konstruktion aller Hilfsmittel, die in der Fertigung gebraucht werden, aber selbst nicht Teil des Produkts sind. Anders als in der Serienkonstruktion entsteht das Ergebnis meist nur einmal, zugeschnitten auf ein bestimmtes Bauteil und einen bestimmten Prozess. Genau darin liegt die Anforderung: es gibt keine Vorserie, in der sich Fehler zeigen und korrigieren lassen.
Vorrichtungskonstruktion
Spann-, Schweiß-, Richt- und Montagevorrichtungen. Die Konstruktion legt fest, wie das Bauteil aufgenommen, positioniert und fixiert wird, ohne es zu verformen oder den Zugang für den Arbeitsgang zu blockieren.
Lehrenkonstruktion
Prüf-, Biege- und Konturenlehren. Hier entscheidet die Konstruktion darüber, ob die Lehre die richtigen Merkmale erfasst und ob das Prüfergebnis reproduzierbar ist, unabhängig davon, wer prüft.
Prüfmittel und Prüfstationen
Aufbauten für die Bauteilprüfung, von der einfachen Prüfaufnahme bis zur Station mit mehreren Prüfmerkmalen. Konstruiert wird auf Wiederholgenauigkeit, Taktzeit und Bedienerfreundlichkeit.
Sondervorrichtungen und Baugruppen
Konstruktive Lösungen für Anforderungen, für die es kein Standardprodukt gibt. Häufig eine Kombination aus Zerspanteilen, Normteilen, Führungen und pneumatischen Elementen.
Von der Aufgabenstellung zur Fertigungsunterlage
Der Ablauf ist so aufgebaut, dass Abstimmungsschleifen früh stattfinden, solange Änderungen noch günstig sind. Sie sehen das Konzept, bevor die Detailkonstruktion beginnt.
Aufgabenstellung
Sie beschreiben das Bauteil, den Arbeitsgang und die Randbedingungen. Grundlage sind Bauteilzeichnung oder CAD-Datensatz, gewünschte Taktzeit, verfügbarer Bauraum und vorhandene Schnittstellen wie Tischraster oder Anschlussmaße.
Konzept und Abstimmung
Wir erarbeiten das Aufnahme- und Spannkonzept und stimmen es mit Ihnen ab. Geklärt werden Bezugssystem, Zugänglichkeit, Handhabung und die Frage, welche Elemente manuell und welche pneumatisch ausgeführt werden.
Detailkonstruktion in 3D
Das freigegebene Konzept wird als vollständiges 3D-Modell ausgearbeitet. Kollisionsprüfung, Bewegungsabläufe und Einbausituation werden im Modell abgesichert, bevor ein Span fällt.
Fertigungsunterlagen
Aus dem Modell entstehen bemaßte Einzelteilzeichnungen mit Toleranzen und Oberflächenangaben, eine Zusammenbauzeichnung und die vollständige Stückliste mit Eigenteilen, Kaufteilen und Normteilen.
Übergabe oder Fertigung
Sie erhalten das Dokumentenpaket und können frei darüber verfügen. Auf Wunsch übernehmen wir die Fertigung direkt im Anschluss, ohne dass eine erneute technische Klärung nötig wird.
Welche Unterlagen Sie erhalten
Der Lieferumfang ist so bemessen, dass die Unterlagen ohne Rückfragen an einen beliebigen Fertigungsbetrieb vergeben werden können. Formate stimmen wir auf Ihre Systemlandschaft ab.
| Unterlage | Format | Inhalt und Verwendung |
|---|---|---|
| 3D-Modell | STEP, IGES | Vollständige Baugruppe, in allen gängigen CAD-Systemen weiterverwendbar, Grundlage für CAM-Programmierung |
| Einzelteilzeichnungen | PDF, DXF | Bemaßt mit Toleranzen, Form- und Lagetoleranzen, Oberflächenangaben und Werkstoffangabe |
| Zusammenbauzeichnung | Positionsnummern, Einbaulage und Montagehinweise für die Fertigstellung der Baugruppe | |
| Stückliste | PDF, Excel | Eigenteile, Kaufteile und Normteile mit Bezeichnung, Werkstoff, Menge und Lieferantenreferenz |
| Normteilübersicht | Führungen, Lager, Spannelemente und Pneumatikkomponenten mit Herstellerbezeichnung für den Einkauf |
Abweichende Formate und kundenspezifische Zeichnungsköpfe berücksichtigen wir nach Absprache.
Wann sich externe Konstruktionskapazität lohnt
Konstruktion extern zu vergeben ist selten eine Grundsatzentscheidung, sondern eine Frage der Situation. Die folgenden Fälle treten in der Praxis am häufigsten auf.
Auslastungsspitzen abfedern
Die eigene Konstruktion ist gebunden, ein Projekt drängt. Externe Kapazität verschafft Luft, ohne dass Personal aufgebaut werden muss, das nach der Spitze nicht ausgelastet wäre.
Fertigung bleibt im Haus
Sie verfügen über eigene Maschinen und wollen die Wertschöpfung behalten, brauchen aber die Konstruktionsleistung. Sie erhalten die Unterlagen und fertigen selbst.
Vergabe an mehrere Lieferanten
Mit neutralen Fertigungsunterlagen können Sie den Auftrag ausschreiben und Angebote vergleichen. Die Konstruktion bindet Sie an keinen bestimmten Fertigungsbetrieb.
Erfahrung im Betriebsmittelbau fehlt
Produktkonstrukteure denken vom Bauteil her, Betriebsmittelkonstruktion vom Prozess. Wer selten Vorrichtungen konstruiert, unterschätzt leicht Spannkräfte, Verzug oder Handhabung im Takt.
Konstruktion mit Fertigungsoption
Sie starten mit der Konstruktion und entscheiden später über die Fertigung. Fällt die Wahl auf uns, entfällt die erneute technische Einarbeitung vollständig.
Bestehende Betriebsmittel überarbeiten
Vorhandene Vorrichtungen sollen an eine Bauteiländerung angepasst oder in ihrer Standzeit verbessert werden. Fehlen die Unterlagen, nehmen wir die Geometrie per Messarm auf.
Fragen zur Betriebsmittelkonstruktion
Was ist der Unterschied zwischen Betriebsmittelkonstruktion und Vorrichtungskonstruktion?
Betriebsmittelkonstruktion ist der Oberbegriff und umfasst alle Hilfsmittel der Fertigung: Vorrichtungen, Lehren, Prüfmittel und Sonderaufbauten. Vorrichtungskonstruktion bezeichnet den Teilbereich, der sich mit Aufnahme, Positionierung und Fixierung von Bauteilen während eines Arbeitsgangs befasst. In der Praxis werden beide Begriffe häufig synonym verwendet.
Muss die Fertigung mitbeauftragt werden?
Nein. Die Konstruktion ist eine eigenständige Leistung. Sie erhalten 3D-Modell, Fertigungszeichnungen und Stückliste und können frei darüber verfügen, ob Sie selbst fertigen, extern vergeben oder uns beauftragen. Die Unterlagen sind neutral gehalten und binden Sie an keinen Fertigungsbetrieb.
Welche Angaben werden für ein Angebot benötigt?
Sinnvoll sind Bauteilzeichnung oder CAD-Datensatz, eine Beschreibung des Arbeitsgangs, die geforderte Genauigkeit sowie Randbedingungen wie verfügbarer Bauraum, Taktzeit und vorhandene Schnittstellen. Je klarer die Aufgabenstellung, desto belastbarer das Angebot. Offene Punkte klären wir im Vorgespräch.
In welchen Formaten werden die Daten geliefert?
3D-Modelle als STEP oder IGES, Zeichnungen als PDF und auf Wunsch als DXF, Stücklisten als PDF oder Excel. Diese Formate lassen sich in allen gängigen CAD- und ERP-Systemen weiterverarbeiten. Kundenspezifische Zeichnungsköpfe und abweichende Formate berücksichtigen wir nach Absprache.
Können bestehende Betriebsmittel überarbeitet werden?
Ja. Anpassungen an geänderte Bauteile, Erweiterungen um Varianten oder konstruktive Verbesserungen der Standzeit sind ein häufiger Auftragstyp. Liegen keine Unterlagen mehr vor, nehmen wir die Geometrie des vorhandenen Betriebsmittels per portablem Messarm auf und erzeugen daraus ein CAD-Modell als Ausgangsbasis.
Wie lange dauert eine Konstruktion?
Der Zeitbedarf hängt von Komplexität und Abstimmungsaufwand ab. Einfache Aufnahmen und Prüfvorrichtungen sind oft innerhalb weniger Tage konstruiert, umfangreiche Baugruppen mit beweglichen Elementen benötigen entsprechend länger. Nach der Konzeptabstimmung nennen wir einen verbindlichen Termin.
Wem gehören die Konstruktionsunterlagen?
Die im Auftrag erstellten Unterlagen gehen an Sie über und stehen Ihnen zur freien Verwendung zur Verfügung. Sie können damit selbst fertigen, den Auftrag ausschreiben oder die Konstruktion später weiterentwickeln lassen. Die konkrete Regelung halten wir im Angebot fest.
Konstruktionsauftrag anfragen
Beschreibung der Aufgabe, vorhandene Bauteilzeichnungen oder CAD-Daten, Einschätzung innerhalb von 24 Stunden.