Prüflehren & Biegelehren nach Zeichnung
CAD-IS fertigt Prüflehren, Biegelehren, Konturenlehren und Lötlehren als maßhaltige Messmittel für die Serienkontrolle. Jede Lehre entsteht als Einzelanfertigung nach Kundenzeichnung oder CAD-Datensatz. Die Maßkontrolle erfolgt im eigenen Haus, ein Prüfprotokoll mit Soll-Ist-Vergleich erhalten Sie auf Anfrage. Als Betriebsmittelhersteller mit ISO 9001:2015 arbeiten wir seit 1999 für Serienfertiger im Rhein-Main-Gebiet und bundesweit.
Nach Zeichnung oder CAD
Fertigung auf Basis von Kundenzeichnungen, STEP- oder IGES-Datensätzen. Fehlen die Unterlagen, nehmen wir die Geometrie per portablem Messarm direkt am Bauteil auf.
Eigene Maßkontrolle
Jede Lehre durchläuft vor der Auslieferung eine vollständige Maßkontrolle im eigenen Haus. Das Prüfprotokoll dokumentiert den Soll-Ist-Vergleich aller relevanten Merkmale. Kein externer Messdienstleister, keine Wartezeit.
ISO 9001:2015 zertifiziert
Dokumentiertes Qualitätsmanagementsystem, zertifiziert durch TÜV Rheinland. Gültig bis 05/2029.
Welche Lehren fertigt CAD-IS?
Lehren sind geometriebindende Prüfmittel, die in der Serienproduktion die Maßhaltigkeit von Bauteilen sichern. Anders als universelle Messmittel bilden sie die Sollgeometrie eines konkreten Bauteils physisch ab und ermöglichen so eine schnelle, bedienerunabhängige Beurteilung direkt an der Linie. CAD-IS fertigt alle gängigen Lehrtypen nach Zeichnung: als Einzelanfertigung, für Kleinserien oder als Ersatz für verschlissene und verlorene Messmittel.
Biegelehren
Konturgebende Lehren für Rohre, Schläuche und Profile. Sie prüfen, ob ein gebogenes Bauteil die vorgeschriebene Raumform einhält, und decken Abweichungen in Biegewinkel, Schenkellänge und Verdrehung sofort auf. Typischer Einsatz in der Fluid- und Leitungstechnik sowie im Rohrbiegebereich.
Prüflehren
Kontrolle von Bohrungsabständen, Anschlagpunkten, Lagebezügen und Formmerkmalen. Prüflehren ersetzen aufwendige Einzelmessungen durch eine Gut-Schlecht-Entscheidung in Sekunden und eignen sich für die Endkontrolle ebenso wie für Zwischenprüfungen im laufenden Serienprozess.
Konturenlehren
Messmittel für Freiformflächen. Sie sichern maßlich definierte Kurven, Querschnitte und Übergänge ab, die mit Standardmessmitteln nur schwer erfassbar sind. Die Fertigung erfolgt auf dem 5-Achs-Bearbeitungszentrum in einer Aufspannung, wodurch Umspannfehler entfallen.
Lötlehren & Wechselplatten
Positionierungsmittel, die Bauteile während des Lötens lagegenau fixieren und thermischen Verzug begrenzen. Wechselplatten erlauben es, eine Grundlehre über Variantenwechsel hinweg weiterzuverwenden, was Betriebsmittelkosten spürbar senkt.
Von der Anfrage zur einsatzbereiten Lehre
Der Weg von der ersten Anfrage bis zur ausgelieferten Lehre folgt einem festen Ablauf. Sie wissen dadurch zu jedem Zeitpunkt, welcher Schritt als Nächstes ansteht und welche Informationen von Ihrer Seite benötigt werden.
Anfrage und Unterlagen
Sie senden uns eine Zeichnung, einen STEP- oder IGES-Datensatz oder ein Musterbauteil. Liegen keine Unterlagen vor, nehmen wir die Geometrie per portablem Messarm direkt am Bauteil auf und erzeugen daraus das CAD-Modell.
Technische Klärung
Gemeinsam legen wir fest, welche Merkmale die Lehre prüfen soll, welche Toleranzen gelten, wo die Referenzpunkte liegen und wie das Bauteil eingelegt wird. Diese Abstimmung entscheidet später über die Aussagekraft der Prüfung.
Konstruktion
Lehrenkörper, Aufnahmen, Anschläge und Spannelemente werden in CAD konstruiert. Berücksichtigt werden Handhabung, Zugänglichkeit für den Prüfer, Verschleißverhalten und spätere Nachjustierbarkeit.
Fertigung und Montage
Die Bearbeitung erfolgt auf 3-Achs- und 5-Achs-Bearbeitungszentren. Verschleißbeanspruchte Bauteile wie Anschläge und Referenzbolzen werden gehärtet. Anschließend erfolgt die Montage zur einsatzfertigen Baugruppe.
Maßkontrolle und Dokumentation
Vor der Auslieferung wird die Lehre im eigenen Haus vermessen. Das Prüfprotokoll dokumentiert den Soll-Ist-Vergleich der relevanten Merkmale und dient Ihnen als Nachweis gegenüber Ihrem Qualitätsmanagement.
Auslieferung und Betreuung
Sie erhalten die Lehre einsatzbereit inklusive Dokumentation. Bei Verschleiß, Bauteiländerungen oder Variantenerweiterungen übernehmen wir Nacharbeit, Anpassung und Nachbau.
Woraus eine Lehre besteht
Eine Lehre ist eine Baugruppe aus Elementen mit unterschiedlicher Aufgabe. Die Werkstoffwahl richtet sich danach, ob ein Bauteil Bezugsebene, Kontaktpunkt oder Handhabungselement ist. Verschleißbeanspruchte Kontaktstellen werden gehärtet, tragende Strukturen auf Formstabilität ausgelegt.
| Element | Typischer Werkstoff | Funktion |
|---|---|---|
| Grundplatte | Aluminium AlZnMgCu, Stahl S235JR / S355J2 | Trägt alle Aufnahmen und definiert die Bezugsebene der gesamten Lehre |
| Anschläge und Referenzbolzen | Werkzeugstahl 1.2379, 1.2842, gehärtet | Verschleißfeste Kontaktpunkte, die die Bauteillage eindeutig festlegen |
| Aufnahmen und Prismen | Aluminium, Stahl, POM | Positionieren das Bauteil reproduzierbar und schonen empfindliche Oberflächen |
| Prüfkonturen | Stahl, gehärtet und geschliffen | Bilden die Sollgeometrie ab und ermöglichen den direkten Formvergleich |
| Führungsbuchsen | Gehärteter Stahl, Bronze | Wiederholgenaue Führung von Prüfstiften und beweglichen Elementen |
| Spann- und Klemmelemente | Normteile, Stahl | Fixieren das Bauteil während der Prüfung ohne es zu verformen |
| Wechselplatten | Aluminium, Stahl | Erlauben Variantenwechsel auf derselben Grundlehre |
Die konkrete Werkstoffwahl stimmen wir im Rahmen der technischen Klärung auf Ihren Anwendungsfall ab.
Wo Lehren aus unserer Fertigung eingesetzt werden
Lehren kommen überall dort zum Einsatz, wo Bauteile in Serie gefertigt werden und ihre Geometrie schnell und zuverlässig beurteilt werden muss. Die folgenden Bereiche bilden den Schwerpunkt unserer Aufträge.
Fluid- und Leitungstechnik
Prüfung von Rohrleitungen, Schlauchleitungen und Leitungssätzen auf Raumform, Anschlusslage und Biegewinkel. Biegelehren sind hier das gängigste Prüfmittel, da die Geometrie dreidimensional verläuft und mit Standardmessmitteln kaum erfassbar ist.
Rohrbiegetechnik
Kontrolle gebogener Rohre und Profile direkt nach dem Biegevorgang. Die Lehre zeigt Rückfederung, Winkelabweichung und Verdrehung unmittelbar an und ermöglicht die Korrektur der Biegeparameter noch im laufenden Prozess.
Blech- und Umformtechnik
Absicherung von Konturen, Ausschnitten und Abkantungen an Blechteilen. Prüf- und Konturenlehren erkennen Formabweichungen, die aus Werkzeugverschleiß oder schwankenden Materialeigenschaften entstehen.
Schweiß- und Lötbaugruppen
Lötlehren fixieren Einzelteile während des Fügeprozesses in ihrer Sollposition und begrenzen thermischen Verzug. Nach dem Fügen prüfen Prüflehren, ob die Baugruppe die geforderten Lagebezüge einhält.
Serienmontage und Endkontrolle
Einsatz an Montagelinien und in der Endprüfung, wo eine schnelle Gut-Schlecht-Entscheidung gefragt ist. Die Lehre macht die Prüfung bedienerunabhängig und benötigt keine Messtechnikkenntnisse.
Instandhaltung und Ersatzbedarf
Nachbau verschlissener, beschädigter oder verloren gegangener Lehren, auch wenn keine Zeichnung mehr vorliegt. Die Geometrie wird per Messarm von der vorhandenen Lehre oder vom Bauteil aufgenommen.
Lehre oder Vorrichtung: worin liegt der Unterschied?
Beide Begriffe werden im Betriebsmittelbau häufig vermischt, bezeichnen aber unterschiedliche Aufgaben. Die Unterscheidung ist praktisch relevant, weil sie bestimmt, welche Anforderungen an Genauigkeit, Werkstoff und Dokumentation gestellt werden.
Die Lehre prüft
Eine Lehre bildet die Sollgeometrie eines Bauteils ab und dient dem Vergleich. Sie beantwortet die Frage, ob ein gefertigtes Teil innerhalb der zulässigen Abweichung liegt. Weil das Prüfergebnis von ihrer eigenen Genauigkeit abhängt, wird eine Lehre enger toleriert als das zu prüfende Bauteil und ihre Maßhaltigkeit dokumentiert.
Die Vorrichtung hält
Eine Vorrichtung positioniert und fixiert ein Bauteil während eines Arbeitsgangs, etwa beim Schweißen, Fügen, Richten oder Bearbeiten. Im Vordergrund stehen Stabilität, Zugänglichkeit und Handhabung. Sie trifft keine Aussage über die Qualität des Bauteils, sondern ermöglicht dessen reproduzierbare Bearbeitung.
In der Praxis treten Mischformen auf: eine Schweißvorrichtung kann integrierte Prüfmerkmale enthalten, eine Prüflehre kann gleichzeitig als Montagehilfe dienen. Welche Bauform für Ihren Anwendungsfall sinnvoll ist, klären wir vor Konstruktionsbeginn. Mehr zum Thema finden Sie auf unserer Seite Vorrichtungsbau.
Fragen zum Lehrenbau
Was ist eine Prüflehre?
Eine Prüflehre ist ein Betriebsmittel, das die Sollgeometrie eines Bauteils physisch abbildet. Das gefertigte Teil wird in die Lehre eingelegt, wodurch sich Abweichungen in Bohrungsabständen, Konturverlauf oder Lagebezügen sofort zeigen. Anders als bei einer Einzelmessung entsteht keine Zahlenreihe, sondern eine unmittelbare Gut-Schlecht-Entscheidung. Das macht die Prüfung schnell und unabhängig von der Erfahrung des Prüfers.
Worin unterscheiden sich Lehre und Vorrichtung?
Eine Lehre prüft, eine Vorrichtung hält. Die Lehre dient dem Vergleich zwischen Ist- und Sollgeometrie und wird deshalb enger toleriert als das Bauteil selbst. Die Vorrichtung positioniert ein Bauteil während eines Arbeitsgangs wie Schweißen, Richten oder Bearbeiten und trifft keine Qualitätsaussage. Mischformen sind möglich und in der Praxis häufig.
Welche Unterlagen werden für ein Angebot benötigt?
Eine Bauteilzeichnung als PDF oder ein CAD-Datensatz im STEP- oder IGES-Format genügt für den Einstieg. Hilfreich ist zusätzlich die Angabe, welche Merkmale geprüft werden sollen und in welcher Stückzahl das Bauteil gefertigt wird. Liegen keine Unterlagen vor, nehmen wir die Geometrie per portablem Messarm am vorhandenen Bauteil oder an einer bestehenden Lehre auf.
Wie lange dauert die Fertigung einer Lehre?
Die Durchlaufzeit hängt von Komplexität, Bauteilgröße und Fertigungstiefe ab. Einfache Prüflehren sind häufig innerhalb von ein bis zwei Wochen verfügbar, umfangreiche Systemlehren mit mehreren Aufnahmen benötigen entsprechend länger. Bei dringendem Bedarf, etwa bei Ausfall einer Lehre im laufenden Serienbetrieb, priorisieren wir den Auftrag und stimmen einen verbindlichen Termin ab.
Können verschlissene oder verlorene Lehren nachgebaut werden?
Ja. Der Nachbau ist auch ohne vorhandene Zeichnung möglich. Die Geometrie wird per portablem Messarm von der bestehenden Lehre oder vom Referenzbauteil aufgenommen und daraus ein CAD-Modell erzeugt. Auf dieser Basis fertigen wir die Lehre neu und können gleichzeitig Verschleißstellen konstruktiv verbessern, damit die Standzeit der neuen Lehre höher ausfällt.
Erhalte ich einen Qualitätsnachweis zur Lehre?
Auf Anfrage erhalten Sie ein Prüfprotokoll, das den Soll-Ist-Vergleich der relevanten Merkmale dokumentiert. Es enthält Bauteilbezeichnung, Zeichnungsstand, Sollmaß, Toleranz, Istwert und Prüfergebnis. Das Protokoll dient als Nachweis gegenüber Ihrem Qualitätsmanagement und erleichtert die Freigabe des Betriebsmittels.
Werden auch Lehren für Kleinserien und Einzelbedarf gefertigt?
Ja. Es gibt keine Mindestmenge. Ein Großteil unserer Aufträge im Lehrenbau umfasst Einzelstücke, da jede Lehre auf ein bestimmtes Bauteil zugeschnitten ist. Ebenso fertigen wir Serien identischer Lehren, wenn mehrere Prüfplätze oder Standorte ausgestattet werden sollen.
Anfrage Lehrenbau
Zeichnung oder CAD-Datensatz per E-Mail, wir melden uns innerhalb von 24 bis 48 Stunden mit einem Angebot.